Ohne dich

Autor:

Freya von Stülpnagel

ISBN:

9783466368532

Untertitel:

Hilfe für Tage, an denen die Trauer besonders schmerzt

Zusatz:

2009. 143 S. m. zahlr. Fotos. 22 cm

Veröffentl:

2009

Verlag:

KÖSEL

Einband:

Gebunden

Gewicht:

388

Sprache(n):

Deutsch

FSK:

FSK ohne Altersbeschränkung

Preis:

14,95 € (inkl. 7% MwSt)

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Kurzbeschreibung

Wenn ein uns nahestehender Mensch stirbt, wissen wir häufig nicht, wie es weitergehen soll. Trost, Verständnis und auch in dieser Situation praktikable Hilfen bietet die Autorin an, die selbst ein Kind verloren hat und inzwischen langjährige Trauerbegleiterin ist. Besonders die Tage unmittelbar nach dem Tod und andere Gedenktage erfordern Rituale, damit aus der Erinnerung heilende Kräfte wachsen.

Beschreibung

Trauernde sind Wissende. Wenn ein uns nahestehender Mensch stirbt, wissen wir häufig nicht, wie es weitergehen soll. Trost, Verständnis und auch in dieser Situation praktikable Hilfen bietet die Autorin an, die selbst ein Kind verloren hat und inzwischen langjährige Trauerbegleiterin ist. Besonders die Tage unmittelbar nach dem Tod und andere Gedenktage erfordern Rituale, damit aus der Erinnerung heilende Kräfte wachsen.

Rezension

"Der Weg durch die Trauer hindurch
Es dürfte bei Lesungen eher selten vorkommen, dass Zuhörer zum Taschentuch greifen, um sich die Tränen aus den Augen zu tupfen. Als Freya von Stülpnagel im "Casa Vitam Admittamus" des Bestattungsinstituts Knopf aus ihrem Buch "ohne dich" las, geschah es genau so. Was nicht nur daran lag, dass sich das Buch mit "Trauer" auseinandersetzt, sondern vor allem daran, wie einfühlsam dies der Autorin gelingt. "Es ist ein schwieriges Thema, aber auch eines, mit dem wir alle irgendwann umgehen müssen", sagte sie.
Aus eigener Erfahrung
Freya von Stülpnagel weiß genau, worüber sie schreibt. Die Juristin, die mittlerweise als Trauerbegleiterin arbeitet, hat 1998 einen Sohn durch einen Selbstmord verloren. Danach lernte sie, mit diesem Verlust zu leben. "Es gibt keinen Weg um die Trauer herum, sondern nur durch sie hindurch." Diesen Weg, so meint die Autorin, müsse jeder für sich selbst finden und auch alleine gehen und zwar in einem individuellen Tempo. Dabeirät sie den Trauerden dazu, etwaige körperliche Symptome nicht sofort mit Medikamenten zu bekämpfen. "Wir dürfen der Natur trauen. Sie hilft uns, den richtigen Rhythmus zu finden."
Die Autorin sieht die Trauer als einen Wegbegleiter, sofern man sich denn auf sie einlässt. Außerdem bedeute Verlust für sie immer auch eine Chance, neue Erfahrungen und Bekanntschaften zu machen, selbst dann, wenn man sich den Menschen, den man verloren hat, zurückwünscht. Dabei weiß sie, von wie großer Bedeutung es ist, dass Trauernde eine Ansprechperson haben. "Es ist wichtig, dass es zumindest einen Menschen gibt, der einfach da ist und zuhört. Trost spenden ist meist ohnehin nicht möglich."
Praktische Tipps
Für diejenigen, die einem Trauernden helfen wollen, hat Freya von Stülpnagel auch noch einige Tipps parat. Reagieren sie so schnell wie möglich. Irgendwann ist es zu spät", lautet ihr genereller Ratschlag. Dabei kann die Reaktion ganz unterschiedlich ausfallen. Ob man nun Blumen schickt, die Hinterbliebenen besucht oder ihnen warmes Essen oder einen Kuchen vor die Tür stellt.
Abwarten, bis sich ein Trauernder von selbst meldet, hält sie für die falsche Methode. "Oft ist es schon zu viel, zum Telefonhörer zu greifen", sagte sie und riet dazu, die Menschen einfach zu unterstützen, aber auch es zu ertragen, wenn sie mit ihrer Trauer lieber allein sein möchten. "Man muss nicht sehr viel reden, sondern einfach nur da sein." " Rheinische Post, Florian Langhoff